Das Gold Frankens

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Das Gold Frankens

Juli 11, 2016
hermann
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Das Weinanbaugebiet für Frankenwein liegt im idyllischen Nordbayern und erstreckt sich von Aschaffenburg in Unterfranken über die Städte Würzburg, Kitzingen und Schweinfurt bis hin ins oberfränkische Bamberg. Frankenwein ist meist charaktervoll-trocken, würzig-frisch und zuweilen deftig, eben ganz passend zu ebenso schmeckenden Regionalküche, zu denen der Frankenwein der ideale Speisebegleiter ist.

Die Geschichte des Frankenwein geht zurück bis zur Zeit Karl des Großen, der im Jahr 777 eine Schenkungsurkunde für Würzburg ausstellte. Besonders die katholischen Klöster bewirtschafteten die Hänge rund um den Main, um Weine für ihre Messfeiern herzustellen.

Der Silvaner gilt seit jeher als die Parade-Rebe des Frankenwein – bringt sie doch, wenn man ihr die gebotene qualitätssteigernde Pflege angedeihen lässt, prächtige Qualitäten hervor. Bereits über 400 Jahre wird diese aus Österreich stammende Rebe in Franken bewirtschaftet und lässt zart-fruchtigen, erdigen Frankenwein entstehen. Neben dem Silvaner sind der aromatische Bacchus, der vielseitige Riesling und der genügsame Müller-Thurgau im fränkischen Raum weit verbreitet. Bei den roten Frankenwein hat mengenmäßig Domina die Nase vorn, aber der qualitativ anspruchsvollere rote Frankenwein entsteht aus dem Spätburgunder.

Das durch die Rhön und den Spessart vor zu viel Regen behütete Gebiet um den Main verfügt über vielschichtige Böden. Durch die geringen Niederschläge ist der Boden reich an Mineralstoffen, die dem Frankenwein eine mineralisch-erdige Struktur verleihen.

Typisch für den Wein aus den idyllischen fränkischen Lagen ist auch sein Behältnis, der sogenannte Bocksbeutel, eine flache, bauchige Flasche, die bereits seit über 250 Jahren verwendet wird. Berühmte Lagen für Frankenwein sind der “Eschendorfer Lump”, der “Centgrafenberg” und natürlich der“Würzburger Stein”, der nach historischen Dokumenten die älteste Weinlage Deutschland darstellt, und der daraus hervorgehende “Steinwein” verführte schon berühmte Dichter. So soll Johann Wolfgang von Goethe an seine Frau geschrieben haben: “Schicke mir doch einige Würzburger, denn kein anderer Wein will mir schmecken, und ich bin verdrüßlich, wenn mir mein gewohnter Lieblingstrank abgeht.”

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